Christian Grascha: Diskussion über die Pferdesteuer ist weltfremd – Reiten ist Breitensport und kein Luxus

Christian Grascha MdL
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Der FDP-Haushaltspolitiker Christian Grascha zeigt sich verwundert über die Aussagen des niedersächsischen Städtetages zur Einführung einer Pferdesteuer: „Hier wird der Eindruck erweckt, Reiter könnten ohne Probleme 750 Euro Pferdesteuer zahlen. Das ist weltfremd und hat mit der Wirklichkeit in Niedersachsen nicht viel zu tun.“ Der niedersächsische Städtetag sehe eine gute Möglichkeit für zusätzliche Einnahmen durch die Pferdesteuer. Weiter heißt es: Die Pferdesteuer sei im Verhältnis zu den Unterhaltungskosten „im Rahmen“. Grascha hatte sich in der vergangenen Woche auf Einladung der Interessengemeinschaft Pferdesport der Stadt Oldenburg in einem Informationsgespräch mit Funktionsträgern und Trainern von der Bedeutung des Pferdesports vor allem für Kinder und Jugendliche überzeugt.

Gerade im Pferdeland Niedersachsen hätte die Einführung der Pferdesteuer massive Auswirkungen. „Es drohen nicht nur Arbeitsplatzverluste, sondern die vielen Sportangebote für Kinder und Jugendliche und auch das vielerorts angebotene therapeutische Reiten wären gefährdet“, befürchtet Grascha. Reiten sei schon lange ein Breitensport und kein Luxus-Hobby. Pferdesport sei deutlich mehr als Olympiareiten und teure Pferdeauktionen. Nur 10 Prozent aller Pferdesportler würden Turniere reiten.


Anmerkung 15.08.2012: Inzwischen hat der NDS-Städtetag seinen Vorschlag zurückgezogen, er sei falsch zitiert worden. Von Rechts wegen sei es kein Problem die Gebühr einzuführen, wie der Städtetag berichtet. Die Entscheidung liege letztlich aber bei den Städten und Gemeinden, da es sich um eine kommunale Steuer handele.

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